28. März 2018

Döbeln stärkt seine Feuerwehr

Allein in den beiden Jahren 2017 und 2018 stellt die Stadt Döbeln für die Döbelner Feuerwehr mit allen Ortswehren insgesamt 1,67 Millionen Euro zur Verfügung.
Darüber informierte Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Döbeln.

In diesem Jahr soll mit dem Neubau des Gerätehauses in Beicha begonnen werden. Hier sind 560.000 Euro geplant.

Im Gerätehaus in Ebersbach werden 2018 die Umkleide- und die Sanitärräume im Wertumfang von 62.000 Euro saniert.

Eine besondere Investition ist der Kauf des neuen Tanklöschfahrzeugs 4000, die veranschlagten Kosten dafür liegen bei 383.600 Euro.

Es werden Dienst- und Schutzkleidung für neue Kameraden in Höhe von 35.000 Euro angeschafft. Des Weiteren ist der Erwerb von zusätzlicher Ausrüstung im Wert von 30.000 Euro vorgesehen. Dieser Posten wurde im Haushalt gegenüber der ursprünglichen Planung noch einmal um 10.000 Euro erhöht.

10 Kameraden werden das Fahrsicherheitszentrum des ADAC besuchen, dafür stehen 3.000 Euro zur Verfügung. In die Unterhaltung der bestehenden Gerätehäuser fließen 35.000 Euro, in die Unterhaltung der Fahrzeuge 40.000 Euro. Für ehrenamtliche und sonstige Tätigkeiten werden 78.000 Euro zur Verfügung gestellt. Für Aus- und Fortbildung setzt die Stadt 35.000 Euro ein, die kulturelle Betreuung wird mit
10.500 Euro unterstützt. Die Jugendfeuerwehr erhält 6.000 Euro.

Oberbürgermeister Egerer wies darauf hin: „Das sind erhebliche Mittel, die im Haushalt unserer Stadt bereit stehen. Das lässt sich nicht einfach so aus dem Hut zaubern.
Dem gehen intensive Gespräche mit Fördermittelstellen und anderen Bewilligern voraus. Aber die Verantwortlichen in unserer Verwaltung sind hartnäckig, wenn es um die Feuerwehr geht.“

Auch in den Vorjahren war das ebenfalls schon so. Beispielsweise wurde 2017 das neue Rettungsboot vom Typ Faster RTB2 in Betrieb genommen. Das 80 PS starke Boot soll zur Personenrettung bei Hochwasser oder anderen Notfällen auf Flüssen eingesetzt werden. Es besitzt einen stabilen Bootskörper, ist mit einer abklappbaren Rettungsplattform, einer Feuerlöschpumpe sowie einer Arretierung für eine Krankentrage ausgestattet. Es zeichnet sich durch einen geringen Tiefgang von 20 bis 30 Zentimeter aus. Insgesamt können zehn Personen transportiert werden.
Das RTB 1 wurde nach Limmritz umgesetzt, damit soll die dortige Ortswehr gestärkt werden.

Für etwa 45.000 Euro wurde Einsatzbekleidung angeschafft, darunter TH-Kleidung für die Ortswehren Beicha / Mochau / Choren und Lüttewitz–Theeschütz. 2017 erfolgte der Abschluss der Umstellung für den BOS Digitalfunk, der mehr als 70.000 Euro gekostet hat. Die Stadt Döbeln hat dafür ca. 25.000 Euro Eigenmittel zur Verfügung gestellt.

Drei Kameraden der Feuerwehr Limmritz wird der Erwerb des LKW-Führerscheins finanziert. Für die Ortsfeuerwehren wurden zwei Rechner im Wert von 650 Euro angeschafft.

Döbelns Oberbürgermeister bekräftigte: „Die Stadt Döbeln steht zu ihrer Feuerwehr und ist auch bereit, sie nach Möglichkeit zu unterstützen. Das Vorhandensein der Feuerwehr wird von manchem Bürger als naturgegeben angesehen. Denen muss ich sagen: Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen ehrenamtlich Dienst in der Feuerwehr tun und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Dieses Engagement verdient immer wieder neu höchste Anerkennung und Würdigung. Für die unzähligen Stunden in der Übung, für den zuverlässigen verantwortungsvollen Einsatz, für das Eingehen hoher Risiken, für die Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben und für Ihr umfangreiches Engagement möchte ich Ihnen in diesem Rahmen sehr herzlich danken.“

Allen Kameradinnen und Kameraden wünschte der Oberbürgermeister erfolgreiche Einsätze. „Mögen Sie alle immer gesund zurückkehren und Verständnis für Ihre Tätigkeit bei Ihren Angehörigen finden.“