Stadtmuseum/Kleine Galerie | Ausstellungen

Ausstellung vom 28. November 2021 bis Februar 2022
im Stadtmuseum

Weihnachtsausstellung

Autokran und Puppenstube
Spielzeug vergangener Jahrzehnte

Interessante und skurrile Exponate aus der städtischen Sammlung und private Leihgaben
wecken Kindheitserinnerungen und sind Spiegel vergangener Zeiten.

Stadtmuseum/Kleine Galerie | Ausstellungen

Ausstellung vom 17. September bis 12. November 2021
im Stadtmuseum und der Kleinen Galerie

Thomas Ranft

"Insicht"
Grafik

Mappenwerke zu Rilke, Hölderlin und Goethe

Thomas Ranft ist über Chemnitz hinaus bekannt als einstiges Mitglied
der Chemnitzer Künstlergruppe "Clara Mosch",
auch als Schöpfer feiner, leichter, schwebender Grafik-Blätter, insbesondere zur Lyrik
von Rilke, Hölderlin und Goethe.

Stadtmuseum/Kleine Galerie | Ausstellungen

Ausstellung vom 4. Juni bis 11. September 2021
in der Kleinen Galerie

Monika und Peter Ledig

"Entdeckungen"
Fotografie

Peter Ledig und seine Frau Monika, die in der Nähe von Rochlitz leben, beteiligen sich regelmäßig
an der Internationalen Kunstausstellung "Art X Toyama".
Ihre erste Ausstellung in Döbeln zeigt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit und
fotografische Entdeckungen in Döbeln und Umgebung.

 

Stadtmuseum/Kleine Galerie | Ausstellungen

Ausstellung vom 11. Juni bis 11. September 2021
im Stadtmuseum

Hildegard Stilijanov

Malerei
Stillleben, Landschaften und Porträts

Hildegard Stilijanov war Malerin und zweite Ehefrau des in Döbeln geborenen Malers Bernhard Kretzschmar.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Nachlass Stilijanov werden ihre Arbeiten erstmalig in Döbeln gezeigt.

 

Selbstbildnis mit Pelzmütze

 

Pusteblumen

 

Stillleben im Atelier mit Kirschen und Margeriten

         

Blick ins Flügelzimmer

 

Gisela erwartet Gäste

 

Kinder im Atelier

         

Küche in Nessebar

 

Feldblumenstrauß

 

Tausendschönchen


 

Statement von Peter Stilijanov - Sohn von Hildegard Stilijanov

"Ich freue mich, dass Döbeln, die Geburtsstadt von Bernhard Kretzschmar, nicht nur Vorreiter bei Ausstellungen seines Werkes war, sondern nun auch nach langer Zeit das Werk meiner Mutter Hildegard Stilijanov - verheiratet seit 1958 mit Bernhard Kretzschmar - zu ihrem 40. Todestag würdigen möchte. Meine Mutter hütet wie Fritz Löffler schreibt „die Tradition der Dresdner Malschule, auf die wir mit Recht ein wenig stolz sind“.

Sie war künstlerisch vielfältig begabt, wurde Schauspielerin und durch ihre Freundschaft mit Dore Hoyer nahe daran, eine Ausbildung bei Mary Wigman zu machen. Dabei war sie schon damals von Malerei und Malern ständig umgeben (Siegfried Donndorf (Heirat), Hermann Teuber, Werner Laves, Hans Jüchser).

Befreundet mit den Emigranten Fid (Schauspielerin) - Johnny Friedlaender, und Joseph Maier (Soziologe, USA), Malern der Asso, Cuno Wojczewski, war sie im aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus und deswegen fast ein Jahr in Untersuchungshaft.

Mit Woldemar Winker lebte sie fast 10 Jahre zusammen und leitete seit 1941 dessen Akademie für Zeichnen und Malen, vormals Simonson-Castelli (Schüler: Albert Wigand). Woldemar Winkler wies mich auch auf ihre „begabten Gedichte und Essays“ hin, die durch den Krieg leider verloren sind.

Nach 1945 völlig ausgebombt, verlor sie durch meine Geburt ihre Stimme und konnte nicht mehr als Schauspielerin arbeiten. Deshalb - angeregt durch ihre vielen Malerfreundschaften, Theodor Rosenhauer wäre hier besonders hervorzuheben - studierte sie 1946 - 1952 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hans Grundig, Wilhelm Lachnit, Hans Theo Richter Malerei.

Frühzeitig lernt sie während ihres Studiums Bernhard Kretzschmar kennen, der nicht nur als Maler entscheidenden Einfluss auf ihr und auch mein Leben nahm. Später war die Beeinflussung auch umgekehrt - ihre künstlerische und menschliche Bedeutung für Bernhard wird leider ständig übersehen. Herrmann Glöckner schreibt mir in einem Beileidschreiben: "sie war eine gute Frau und Künstlerin“. Ihre Verausgabungen im sozialen Bereich für Künstler werden mir immer wieder bestätigt, ihre Ausstrahlung auf ihre Schüler im Malzirkel war beachtlich.

In ihren Porträts, Landschaften und vor allem Stillleben zeigt sich ein außerordentlicher Sinn für Farbe, Form, Komposition und ihre große Musikalität. Ihre Werke sind in vielen Museen vertreten, 54 Werke (vor allem Stillleben) sind Eigentum der Bundesregierung (https://kleineanfragen.de/bundestag/19/4905-kunstgegenstaende-im-besitz-der-bundesregierung.txt) und schmück(t)en vor allem ausländische Botschaften.

Von Verehrern ihrer Kunst werde ich immer wieder darauf hingewiesen, dass es für eine Retrospektive höchste Zeit ist und es leider noch immer keinen Katalog ihres Schaffens gibt.

Ich danke Frau Kathrin Fuchs, dass sie sich dieser Aufgabe ohne mein Intervenieren von sich aus gestellt hat."

Klosterneuburg, 14.10.2020 

 

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