07. Oktober 2020

Modell Schulstandort Döbeln OstGrundkonzept für neuen Schulstandort steht

Die Würfel sind gefallen. Das künftige Schulzentrum in Döbeln-Ost soll auf Grundlage des Entwurfes des Dresdner Architekturbüros
O+M Architekten gestaltet werden. Die Döbelner Stadträte folgten mit ihrem Beschluss einer Empfehlung des Gutachterausschusses bestehend aus Architekten, Planern und Verwaltungsmitarbeitern. Bis zum Schluss blieb geheim, welche Architekturbüros hinter den vier eingereichten Entwürfen standen.
Die Projektunterlagen waren im Verfahren anonymisiert worden. Erst nach der Entscheidung im Stadtrat wurden die Umschläge mit den Namen geöffnet.

„Es ist ein Mammutprojekt, das die Stadt etwa zehn Jahre beschäftigten wird. Am Ende soll ein leistungs- und zukunftsfähiger Schulstandort stehen“, konstatierte Oberbürgermeister Sven Liebhauser.

Auf dem Areal der jetzigen Grundschule in Döbeln-Ost sollen eine zweizügige Grundschule mit Hort und eine 1,5-zügige Lernförderschule ebenfalls mit Hort neu gebaut werden. Das bedeutet den Umzug der Schloßbergschule nach Döbeln-Ost. Beide Schulen erhalten die entsprechenden Sportstätten und Außenanlagen.

In einem waren sich alle Planer bei ihren Entwürfen einig: Beide Schulgebäude werden neu gebaut. Eine Sanierung samt Umbau der jetzigen Grundschule ist aus Sicht der Experten nicht empfehlenswert. „Die Anforderungen an Schulgebäude haben sich seit den 1960er Jahren, in denen die alte Schule errichtet worden war, verändert.
Dies betrifft unter anderem Zuschnitt und Anordnung von Räumen sowie Kabinetten“, erklärte Jurymitglied Professor Matthias Grunwald, der den Gutachterausschuss leitete. So seien beispielsweise Räume mittlerweile 70 statt 50 Quadratmeter groß.
Der Entwurf von O+M erfülle die komplexen Anforderungen für das Projekt am besten – es gilt, eine Grund- und Lernförderschule (letztere mit integrierter kleiner Sporthalle) sowie  Sportplatz und Mensa auf einem Gelände mit leichtem Gefälle einzuordnen. Dabei soll die bestehende Sporthalle und das Mensagebäude möglichst gut in das Gesamtkonzept integriert werden.

Die kleine Sporthalle soll, wie auch die Mensa am jetzigen Standort erhalten bleiben und saniert werden. Zwei Schulgebäude werden neu gebaut – die Lernförderschule am jetzigen Standort der bisherigen Grundschule parallel zur Dresdner Straße, die neue Grundschule im Bereich des heutigen Sportplatzes. Zwischen den vier Objekten liegt der weiträumige Pausenhof, der für beide Schulen abgetrennt werden soll. Wie die Trennung erfolgt, ist noch offen. Darüber hinaus grenzen an beide Schulen separate Freiflächen.

Nun sollen die Planungsleistungen für den Neubau der Grundschule ausgeschrieben werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, dieses Verfahren einzuleiten.
Die entsprechenden Finanzmittel werden in den Doppelhaushalt 2021/22 eingestellt.

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