02. März 2022

Bibliothek 7 klein Foto Lutz WeidlerStadtbibliothek mit neuer Technik

Ab sofort läuft in der Döbelner Stadtbibliothek am Lutherplatz das neue elektronische Verbuchungs- und Mediensicherungssystem. Oberbürgermeister Sven Liebhauser nahm es am 01. März gemeinsam mit Bibliotheksleiterin Kerstin Kleine in Betrieb.
Er dankte allen, die dazu beigetragen, die neue Technik einzurichten. Nun können die Leser ihre Bücher selbst aus- und einbuchen, ähnlich wie das in Supermärkten oder Drogerieketten möglich ist. Sie können aber auch weiterhin den Service am Schalter nutzen.

Die moderne Technik hilft künftig bei Inventuren, dient zur Besucherzählung und als Diebstahlschutz. Das neue System spart Zeit für die Beschäftigten - Zeit die künftig für die Betreuung der Nutzer in der Bibliothek verwendet werden soll. Die Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter können sich aber jetzt auch intensiver um die Gemeindebibliotheken, die Vorbereitung von Veranstaltungen oder die Entwicklung von Konzepten kümmern.

Die notwendigen Vorarbeiten in den vergangenen Monaten waren umfangreich. Im Juni letzten Jahres fasste der Stadtrat den Beschluss zur Durchführung des Projektes sowie zur Einrichtung eines digitalen Lernraumes und stellte die benötigten Mittel zur Verfügung.

Bereits seit 2009 steht ein elektronisches Verbuchungs- und Mediensicherungssystems mittels RFID („radio-frequency-indentification“) für die Stadtbibliothek in der Langfristplanung. Bisher gab es jedoch für bestehende Bibliotheken keine entsprechenden Förderprogramme. Dies änderte sich mit der Auflage des Förderprogrammes „WissensWandel. Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive“ im November 2020. Sofort nach Bekanntgabe bewarb sich die Stadtbibliothek online um Fördermittel aus diesem Programm. Erfolgreich, wie wir wissen - etwa 56.000 Euro erhielt die Stadt Döbeln aus dem Bundesprogramm. 6.500 Euro Eigenmittel waren aufzubringen - dies ergibt die sehr günstige Förderquote von 90 %. 
Nach entsprechender Ausschreibung erhielt das Unternehmen OCLC GmbH aus Böhl-Iggelheim den Zuschlag für das Verbuchungssystem.

In den vergangenen Monaten wurden die beiden Gates und weitere Technik installiert.

Oberbürgermeister Liebhauser: „Auch wir hatten mit den derzeit überall auftretenden Problemen zu kämpfen. Als Stichworte seien beispielsweise genannt: Schwierigkeiten in der Lieferkette, nur bedingt verfügbare Technik oder begrenzte Handwerkerkapazitäten.“

Parallel dazu und zur normalen Bibliothekstätigkeit haben die Beschäftigten der Bibliothek alle etwa 57.000 Bücher, Spiele, DVDs und andere Medien mit einem Chip versehen, dies ist nun abgeschlossen.

Mit den erhaltenen Fördermitteln wird auch noch ein digitaler Lernraum im ersten Stock der Stadtbibliothek eingerichtet. Dieser soll eröffnet werden, sobald die benötigte Technik komplett ist.

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