10. November 2022

Museum in a clip Stadtmuseum kleinDrehort: Stadtmuseum

Das Döbelner Stadtmuseum ist am Mittwoch, 9. November 2022, zum Drehort geworden. Schüler der Grundschule Mochau haben – ausgerüstet mit Tablets – vier Clips unterm Dach des Rathauses gedreht. Themen waren dabei das Gefecht bei Döbeln, der Stadtbrand, die Schulgeschichte und der Döbelner Riesenstiefel.

Angeleitet und begleitet wurden die 19 Kinder dabei von drei Medienpädagogen des Vereins für Medienbildung Sachsen e.V. Der Verein ist Träger des Projektes „Museum in a clip“ – „der etwas anderen Art, sich nachhaltig einem Museum zu nähern“, so Marsel Krause, Projektkoordinator und Medienpädagoge. Anliegen des Projektes ist es, Museen mit Kamera und Mikrofon zu erkunden. Am Ende entstehen kleine Filme, die auf dem YouTube-Kanal des Projektes zu sehen sind.

„Den Kindern wird Medienkompetenz vermittelt, aber sie befassen sich auch in mehrfacher Hinsicht mit den Themen im Museum“, sagt Museumsleiterin Kathrin Fuchs, die in einem Clip als Interviewpartnerin über den Döbelner Stadtbrand und die Hinrichtung des noch jugendlichen Brandstifters berichten durfte.

Für die Kinder war es ein erlebnisreicher Tag, der in Erinnerung bleiben wird, auch dank der Videos. Klassenlehrerin Jana Hanisch: „Die Kinder haben heute nicht nur gelernt, einen Film zu drehen, sondern sich auch Wissen über Berufe von früher oder den Schulalltag von damals angeeignet.“

Innerhalb von vier Stunden waren die Clips im Kasten. Bei einer kurzweiligen Führung lernten die Grundschüler zunächst das Museum kennen. Anschließend wurde überlegt: Welches Thema wird im Video aufgegriffen und wie wird es dargestellt? Mit dem fertigen Drehbuch in der Tasche ging es schließlich ans Filmen – auf den Rathausbalkon, ans Burgmodell im Museum, zum Riesenstiefel in den Großen Sitzungssaal. Zum Schluss wurden die verschiedenen Szenen zusammengeschnitten, Ton und Musik eingemischt.

Seit 2015 betreut der Verein das Projekt, das 2022 erstmals im Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen angeboten wird. „Uns ist nicht nur wichtig, mit den Bildungsangeboten an die Lernorte – die Museen – zu gehen und Medienkomptenz zu vermitteln, sondern mit dem Projekt auch die Mobilität im ländlichen Raum zu fördern“, sagt Medienpädagoge Marsel Krause.

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