Mühlenstiefel

Auf den Spuren der Döbelner Mühlen – der Mühlenstiefel

Im kleinen Park unweit der Döbelner Staupitzmühle hat der Mühlenstiefel seinen Platz gefunden. Der von Künstlerin Olga Scheck gestaltete Stiefelbruder nimmt den Betrachter mit auf eine Reise zu den Mühlen der Stadt. Dabei hatte die Gestalterin ursprünglich beim Thema „Mühlenstiefel“ ein ganz anderes Konzept im Kopf.

„Ich hatte zunächst eher an eine abstrakte Gestaltung mit den Elementen Erde, Wasser, Universum gedacht“, berichtete Olga Scheck. Doch dann vertiefte sich die Künstlerin in die Recherche zu den Döbelner Mühlen. Sie arbeitete Material aus dem Stadtarchiv sowie dem Internet durch und sprach mit Heimatfreund Jürgen Dettmer über das Thema. „Während der Recherche habe ich Döbeln für mich ganz neu entdeckt und bin zum richtigen Heimatfreund geworden“, so die Künstlerin.

Sie beschloss, ihr Wissen über die Geschichte der sechs Döbelner Mühlen mit all ihren Facetten auf dem 2,50 hohen Stiefelbruder darzustellen. Den Schaft des Stiefels zieren drei Mühlenräder, die auf verschiedene Weise von Wasser betrieben werden. Ein großes Mühlenrad ist auf der Rückseite des Stiefels angebracht. Rund um die Sohle sprießt Getreide, das in vielen Mühlen verarbeitet wird. Die Betrachter erfahren anhand einer Stadtkarte, welche Mühlen es einst in der Stadt gab und wie diese aussahen. An der Krempe zeigt Olga Scheck auf, dass in den Mühlen nicht nur Getreide verarbeitet wurde, sondern unter anderem auch Stoff und Holz. Selbst zur Stromerzeugung wurden die Mühlen genutzt. „Die Staupitzmühle war damals das erste Gebäude in der Stadt mit Elektrizität“, hat Olga Scheck bei ihren Recherchen herausgefunden.

Der Mühlenstiefel blickt aber nicht nur zurück, sondern hat auch einen Bezug zur Gegenwart. Auf der Krempe dargestellt sind neben den historischen Zunftzeichen des Döbelner Handwerks auch die Symbole der heutigen Gewerbetreibenden – als Verweis auf den Bund der Selbstständigen, der die Gestaltung des Stiefels finanziert hat.

Enthüllt wurde das Kunstwerk am 17. Oktober 2025 beim „Herbsteinklang“ in der Ritterstraße. Mit dabei waren neben der Künstlerin Olga Scheck sowie Oberbürgermeister Sven Liebhauser auch Vertreter des Bundes der Selbstständigen, darunter der Vorsitzende, Unternehmer Holger Jentzsch.

Foto 1: Künstlerin Olga Scheck bei der Arbeit am Mühlenstiefel in ihrem Atelier am Obermarkt. (Foto: Maria Fricke)

Foto 2: Historie und Gegenwart vereint – den Schaft des Stiefels zieren historische Zunftzeichen sowie die Symbole der aktuellen Gewerbetreibenden. Damit wird Bezug genommen auf den Bund der Selbstständigen, der die Gestaltung der Stiefelnachbildung übernommen hat. (Fotos 1/2: Maria Fricke)

Foto 3: Künstlerin Olga Scheck (Mitte), Oberbürgermeister Sven Liebhauser (links) sowie Holger Jentzsch, Vorsitzender des Bundes der Selbstständigen Döbeln, bei der Enthüllung des Mühlenstiefels am 17. Oktober 2025 zum „Herbsteinklang“ in der Ritterstraße. (Foto: Christiane Böttger)

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