Seifenstiefel

Saubere Sache am Niedermarkt - Der Seifenstiefel

Sie stellt einen bedeutenden Abschnitt in der Döbelner Industriegeschichte dar – die Seifenproduktion. Ihren Anfang nahm sie am Niedermarkt 2. Hier betrieb Eduard Lippmann einst eine Seifensiederei, die 1876 von Hermann Otto Schmidt übernommen wurde. Der Seifensieder aus Thüringen hat bleibende Spuren in Döbeln hinterlassen. Heute sichtbar auf einem 2,50 Meter hohen Stiefel auf dem Niedermarkt – dem Seifenstiefel.

Darauf zu sehen sind unzählige Seifenverpackungen aus der rund 130-jährigen Geschichte der Seifenproduktion in Döbeln. Bis 1903 lag deren Schwerpunkt am Niedermarkt 2, dann erfolgte der Umzug in die Seifenfabrik an der Rößchengrundstraße. Mit den Jahren wuchs das in der Seifenfabrik hergestellte Sortiment. Ab 1938 taucht erstmals der Name „Decenta Döbeln“ als eingetragene Bezeichnung für Feinseifen auf, genau zehn Jahre später wird die Bezeichnung zum Namensgeber für den VEB Decenta Döbeln. Seifen dieser Marke prägen das Leben der Döbelnerinnen und Döbelner, bis 1981 schließlich Florena ins Spiel kommt – als VEB Florena Waldheim-Döbeln, ab Juni 1990 die Florena Cosmetic GmbH. Bis 2006 wird unter diesem Namen in Döbeln Seife produziert. Mit der Schließung des Werkes im Gewerbegebiet Döbeln Ost endet die Geschichte dieses Industriezweiges in der Stadt. Am Niedermarkt 2 kann sie nun in Bildern nachempfunden werden.

Der Stiefelbruder lädt seit dem 15. August 2025 zum Betrachten, Erinnern und Bestaunen ein. Oberbürgermeister Sven Liebhauser enthüllte den Stiefel anlässlich der Döbelner Cocktailnacht. Entworfen wurde die Collage historischer Seifen-Verpackungen von Döbelns Sachgebietsleiterin Kultur Christiane Böttger.  „Döbelner Industriegeschichte prägt sowohl Stadt als auch Bevölkerung. Insbesondere die Seifenherstellung mit ihrer langen Tradition und ihrer Präsenz im Alltag vieler Döbelnerinnen und Döbelner ist ein gutes Beispiel. Die Präsentation der im Stadtmuseum lagernden Sammlung historischer Verpackungen erzählt da eine ganz eigene Geschichte, die sich auf diesem Stiefel wiederfindet.“ Wer mehr zum Thema wissen will, ist herzlich ins Döbelner Stadtmuseum eingeladen.

Betrachten, Erinnern und Staunen – Oberbürgermeister Sven Liebhauser und Anette Grahl von der Döbelner Stadtverwaltung am Seifenstiefel auf dem Döbelner Niedermarkt. (Foto: Christiane Böttger)

Der Seifenstiefel im Entwurf, nächstes Foto der bedruckte Stiefel in der Herstellerfirma. Wie alle Nachbildungen wurde auch der Seifenstiefel mit einem speziellen Lack überzogen, um der Witterung standzuhalten. (Fotos: Dominik Roslon)

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