Ein Stiefel für den Kiez „Ritterstraße“ – der Kiezstiefel
Die Döbelner Ritterstraße ist anders als andere Straßen in Döbeln. Warum? Das haben Rasha Abu Zayed und Ralf Kapitzky auf dem Kiezstiefel dargestellt. Die markanten Geschäfte und Locations haben daran einen ebenso großen Anteil wie die Leute, die in diesem Teil der Stadt leben, arbeiten oder sich engagieren. „Wir wollten die Häuser und Leute darstellen, die den Kiez lebendig machen“, so Ralf Kapitzky.
Da ist unter anderem die Galerie Artheriè als Treffpunkt für Künstler der Stadt und darüber hinaus, aber auch als Ort der Präsentation von Kunst. Über die Galerie sind auch Rasha Abu Zayed und Ralf Kapitzky auf das Stiefelprojekt aufmerksam gemacht worden. Seit knapp einem Jahr gehört der Waldheimer Hobby-Künstler Ralf Kapitzky zum Kreis der Galerie, seit knapp drei Jahren lebt die Palästinenserin Rasha Abu Zayed in Döbeln und stellt hier ihre Kunst aus. Auf ganz verschiedene Weise haben die beiden auf dem Stiefelbruder, der seinen Standort an der Ritterstraße vor der Buch-Oase gefunden hat, den Kiez verewigt.
Rasha Abu Zayed, die nach Deutschland gekommen ist, um sich hier ihrer Kunst widmen zu können, hat sich auf die Gestaltung der Krempe konzentriert und verschiedene Personen gezeichnet, die mit dem Rücken zum Betrachter gewandt stehen. Über ihnen schweben zahlreiche verschiedene Vögel. „Es sind Menschen aus der Vergangenheit, die uns eine Botschaft übermitteln und die wir nicht vergessen sollten“, fasst die Künstlerin ihre Intention zusammen.
Ralf Kapitzky nimmt in seinen Kunstwerken auf dem Stiefel Bezug zu den verschieden markanten Punkten in der Ritterstraße, darunter die Kegelbrüder mit Blick in die Ritterstraße sowie die Fassade der Häuser von Soultrip-Fashion mit dem Geweih und der Eingang ins KL17. Darunter versammelt sind die Künstler der Galerie Artheriè, die im Gesprächskreis zusammen sitzen sowie sich unterhaltend zusammenstehen.
Den unteren Bereich des Stiefels ziert unter anderem eine Ansammlung von verschiedenen Schuhen, die lose herumzuliegen scheinen. Auf der Schnalle, die in einem Ockerton herausgearbeitet worden ist, wird Bezug genommen auf die verschiedenen Bezeichnungen für die Ritterstraße im Lauf der Geschichte. Gestaltet wurde der bunte Stiefelbruder mit kräftigen Acrylfarben.
Enthüllt wurde der Kiezstiefel am 17. Oktober 2025 anlässlich des „Herbsteinklangs“ in der Ritterstraße.
Foto 2: Die Krempe des Kiezstiefels hat Rasha Abu Zayedn gestaltet, den unteren Bereich Ralf Kapitzky. (Fotos 1 + 2: Maria Fricke)
Foto 3: Rasha Abu Zayedn und Ralf Kapitzky (rechts) bei der Enthüllung des Kiezstiefels am 17. Oktober 2025 in der Döbelner Ritterstraße. (Foto: Christiane Böttger)






