Badstiefel

Eintauchen in Döbelns Wasserwelten - Der Badstiefel

Dieser Stiefelbruder lässt den Betrachter in Döbelns Wasserwelten eintauchen. Diplom-Designerin Sabine Wachs, die hauptsächlich mit Porzellan arbeitet, hat dem Badstiefel sein markantes Aussehen verliehen. Schon von der Ferne ist die Dreiteilung des Stiefels ersichtlich: ein rötlich-brauner Schuhteil, ein blau-weißer Schaft und eine gelblich-grün-blaue Krempe. „In der ersten Ebene ist die Welt des Meeresgrundes dargestellt, mit Korallen, Steinen, Algen, Schnecken und Muscheln“, schildert die 65-jährige Künstlerin, die im Mai 2025 mit den ersten Entwürfen und Ideen für den Badstiefel begonnen hat. Die gegenständlichen Elemente, wie Sohle und Schnalle, habe sie bewusst auch als solche gestaltet und nicht überzeichnet. Den Mittelbereich dominiert der sich im Wasser spiegelnde Himmel, durchzogen von zart und transparent gestalteten Quallen. Seepferdchen und Fische sowie als Fläche gestaltete Umrisse von den Meeresbewohnern leuchten an der Krempe des Stiefels.

Die Motive werden dabei vielleicht dem ein oder anderen Kenner des Döbelner Stadtbades bekannt vorkommen. Denn Sabine Wachs, die 2013 und 2020 bildkünstlerische Konzeptionen für die Innenraumgestaltung des Stadtbades entwarf und diese in Porzellan umsetzte, zitiert daraus bei der Gestaltung des Stiefels auf vielfältige Weise Motive, Strukturen und Details und stellt diese spielerisch in neue Sinnzusammenhänge. „Die Stiefeldekoration kündigt schon draußen an, was drinnen stattfindet.“ Aber: „Für den Stiefel habe ich die Motive anders verwendet, deutlich größer zum Beispiel“, erklärt Sabine Wachs. So unter anderem Frosch und Fisch, wie sie im Stadtbad als Mosaikfliese auf der Sitzbank im Kinderbereich zu finden sind. Der Wasserspeier aus dem Kinderbecken findet sich ebenfalls am Stiefelbruder wieder – allerdings auf dem Deckel des Stiefels.

Zwischen Porzellan und Dachschrägen - Der Badstiefel in der Werkstatt von Sabine Wachs im Vorwerk in Mochau. (Foto: Sabine Wachs)

Links das Fischmotiv auf dem Stiefelbruder, rechts das „Original“ zwischen den Mosaikfliesen auf den Sitzbänken im Stadtbad. (Fotos: Sabine Wachs)

Für die farbliche Ausgestaltung der Elemente hat Sabine Wachs, die von der Stadtwerke Döbeln GmbH als Betreiberin des Stadtbades für die Gestaltung des Badstiefels angefragt worden ist, auf qualitativ hochwertige Acrylfarben zurückgegriffen. In der Arbeit an großen Objekten ist die Künstlerin durch ihre „Kunst-am-Bau-Vorhaben“ geübt, aber ebenso erfolgreich gelingen ihr die filigranen Detailgestaltungen. „Mir ist beides wichtig: das Gesamtbild und die Details, die sich einem erst erschließen, wenn man vor dem Stiefel steht“, betont Sabine Wachs, die unter anderem auch die Fassade der Porzellanmanufaktur Meißen gestaltet hat, in der sie bis 2011 gearbeitet hat, zuletzt als Chefdesignerin.

Der Badstiefel, der am 22. Oktober 2025 als letzter Stiefelbruder der Stiefelparade enthüllt worden ist, lädt zum Betrachten, sich darin Verlieren, Rätseln und Suchen sowie Genießen ein. Und soll den Döbelnern und Gästen noch mehr Lust auf das Stadtbad machen.

Seit dem 22. Oktober 2025 ziert der Badstiefel den Vorplatz des Döbelner Stadtbades an der Rosa-Luxemburg-Straße. (Foto: Maria Fricke)

Foto 1: Stadtwerkechef Gunnar Fehnle (links), Künstlerin Sabine Wachs sowie Oberbürgermeister Sven Liebhauser packten gemeinsam an bei der Enthüllung des Badstiefels am 22. Oktober 2025. 

Foto 2: Oberbürgermeister Sven Liebhauser (rechts) zeigt auf die Schnalle des Badstiefels. Dort hat Künstlerin Sabine Wachs (Mitte) den Stadtwerke-Fuchs verewigt. Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle hat die Künstlerin mit der Gestaltung der Stiefelnachbildung beauftragt. (Fotos/2: Maria Fricke)

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